Sex wird oft als etwas beschrieben, das natürlich, angenehm und einfach sein sollte. Wenn es dann weh tut, nehmen viele Frauen an, dass entweder:
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„So ist es eben“
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„Mit mir stimmt etwas nicht“
Keine der beiden Schlussfolgerungen ist hilfreich.
Schmerzen beim Sex sind häufig, aber das bedeutet nicht, dass man sie tolerieren muss. Wichtiger ist, dass die meisten Ursachen verständlich und beheizbar sind.
Wie häufig sind Schmerzen beim Sex?
Studien zeigen, dass bis zu 3 von 4 Frauen irgendwann in ihrem Leben Schmerzen beim Sex erleben. Das ist keine kleine Gruppe. Aber es ist auch nichts, das man normalisieren und ignorieren sollte.
Sollte das erste Mal schmerzhaft sein?
Das ist einer der größten Mythen und erzeugt viel unnötige Angst.
Sex beim ersten Mal muss nicht schmerzhaft sein. Tatsächlich kann er, wenn er richtig gemacht wird, angenehm oder sogar lustvoll sein.
Das heißt aber auch, dass es normal ist, beim ersten Mal leichte Beschwerden zu spüren.
Du könntest bemerken:
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Ein Gefühl von Druck oder Dehnung
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Leichte Schmerzen in der Nähe des Scheideneingangs
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Allgemein ungewohnte Empfindungen
Das passiert meist, weil:
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Deine Muskeln sind angespannt
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Du bist nervös oder unsicher
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Dein Körper ist noch nicht vollständig erregt
Der entscheidende Unterschied ist: leichte, vorübergehende Beschwerden können normal sein, aber erhebliche oder anhaltende Schmerzen nicht. Mit genügend Zeit, Entspannung und Erregung:
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Das Unbehagen bessert sich oft, wenn der Sex fortgesetzt wird
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Zukünftige Erfahrungen fühlen sich in der Regel leichter und angenehmer an
Was viele als „Schmerzen beim ersten Mal“ ansehen, hat meist nichts mit dem ersten Mal selbst zu tun, sondern mit:
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Eile
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Mangel an Befeuchtung
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Spannung im Körper
Wenn diese Faktoren berücksichtigt werden, kann das Erlebnis ganz anders sein.
Die häufigste Ursache: Der Körper ist noch nicht bereit
Der Hauptgrund, warum Sex schmerzhaft ist? Unzureichende Erregung und Befeuchtung. Wenn der Körper nicht vollständig erregt ist:
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Die natürliche Befeuchtung ist geringer
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Die Vaginalgewebe sind enger und weniger elastisch
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Die Reibung nimmt zu
Das verursacht Unbehagen oder sogar stechende Schmerzen. Das kann passieren, selbst wenn man sich mental Sex wünscht. Erregung ist körperlich, nicht nur emotional.
Warum das so oft passiert
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Zu schnelles Eindringen
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Zu wenig Vorspiel
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Stress oder Ablenkung
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Druck zu „performen“ fühlen
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Nicht vollständig sicher oder entspannt fühlen
Es geht nicht darum, etwas „falsch“ zu machen. Es geht darum, dass Tempo und Kontext nicht dem entsprechen, was der Körper braucht.
Andere häufige Ursachen für Schmerzen beim Sex
Während Erregung der größte Faktor ist, ist es nicht der einzige.
1. Hormonelle Veränderungen
Niedrigere Östrogenspiegel (durch Verhütung, Wochenbett oder Menopause) können verursachen:
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Trockenheit
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Dünneres, empfindlicheres Vaginalgewebe
2. Infektionen oder Reizungen
Dinge wie:
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Pilzinfektionen
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Harnwegsinfektionen
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Hautreizungen durch Produkte
Diese können Sex unangenehm oder schmerzhaft machen.
3. Beckenbodenspannung
Manchmal sind die Muskeln um die Vagina zu angespannt, oft aufgrund von:
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Stress
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Angstzustände
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Frühere schmerzhafte Erfahrungen
Das kann das Eindringen schwierig oder schmerzhaft machen.
4. Emotionale und psychologische Faktoren
Dein Geist und Körper sind verbunden. Schmerz kann beeinflusst werden durch:
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Angstzustände
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Negative Erfahrungen aus der Vergangenheit
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Angst vor Schmerzen selbst
Wenn dein Körper Unbehagen erwartet, kann er sich körperlich anspannen.
Das eigentliche Problem: Durchbeißen
Viele Frauen:
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Schweigen
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Durch Schmerzen durchbeißen
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Priorisiere die Erfahrung deines Partners
Das macht die Dinge normalerweise mit der Zeit schlimmer, körperlich und emotional.
Seien wir direkt:
Schmerz ist ein Signal, nichts, das man ignorieren sollte.
Was wirklich hilft
Langsamer machen
Mehr Zeit für Erregung = weniger Schmerzen. Einfach, aber oft übersehen.
Verwende Gleitmittel
Es gibt keinen Nachteil bei der Verwendung von Gleitgel. Es reduziert sofort die Reibung.
Kommuniziere
Zu sagen „Das fühlt sich nicht gut an“ oder „Können wir langsamer machen?“ ist nicht unangenehm – es ist notwendig.
Behebe die zugrunde liegenden Probleme
Wenn die Schmerzen anhalten:
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Gehe zum Arzt
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Schließe Infektionen oder hormonelle Probleme aus
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Ziehe bei Bedarf Beckenbodentherapie in Betracht
Für Partner: Das ist auch wichtig
Wenn dein Partner Schmerzen hat:
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Nicht persönlich nehmen
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Nicht durchbeißen
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Keine Eile
Das Ziel ist nicht nur Sex – es ist gegenseitiger Komfort und Genuss. Schmerzen beim Sex sind häufig, aber sie sind nichts, was du als normal akzeptieren solltest.
In vielen Fällen ist das Problem nicht etwas „Ernstes“, sondern dass dem Körper nicht gegeben wurde, was er braucht: Zeit, Entspannung und die richtigen Bedingungen.
Und das ist beheizbar.
Wenn es eine Erkenntnis für den Frauenmonat gibt, dann diese:
Dein Komfort ist keine Option. Er ist Teil des Erlebnisses.